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Höre auf Deinen Körper - somatische Intelligenz wieder in Dein Leben etablieren

eventuell stehst du gerade am gleichen Punkt, an dem ich auch mal stand. Du willst etwas an Deiner Ernährung oder Lebensweise verändern – Du willst mehr Gesundheit, mehr Lebensenergie oder vielleicht sogar Dich heilen, aber kommst nicht so richtig voran. Daher hast Du diverse Bücher gelesen, diverse YouTube-Videos geschaut, auf diversen Seiten recherchiert und bist am Ende einfach nur noch verwirrt und erschlagen von der Vielzahl der Informationen. Du weißt nicht mehr, was Du glauben kannst und sollst und von Deinem Arzt oder anderen Experten bekommst Du immer nur Antworten oder Empfehlungen, die Dir am Ende nichts bringen oder sogar nur bedingt dienlich zu sein scheinen.


Hier gebe ich Dir einen Tipp, der mein Leben nachhaltig verändert hat:

LERNE WIEDER AUF DEINE INNERE STIMME UND DEINEN KÖRPER(FEEDBACK) ZU HÖREN!


Höre damit auf, Bestätigung ausschließlich im Außen zu suchen! Bei Experten, bei anderen Menschen, im Internet, in Publikationen, in Büchern oder sonst irgendwo! Bitte verstehe mich nicht falsch, diese Quellen sind alle sinnvoll und haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung. Jedoch sollten sie alle nur als Empfehlungen, Optionen bzw. Variationen gesehen werden und die finale Beurteilung AUS DIR heraus erfolgen. Fühlt es sich gesamtheitlich stimmig für Dich und Dein System an und bekommst Du bei einer inneren Befragung ein klares „Ja“?


Ich weiß das klingt im ersten Moment weit weg oder sogar irrational. Aber glaube mir, gerade in dem heutigen Informationszeitalter, wo wir mit Information an jeder Ecke zugeschüttet werden und alles angeblich wissenschaftlich bewiesen ist, ist es wichtiger denn je wieder zu lernen der inneren Stimme bzw. seinem Körperfeedback zuzuhören. Im Gegensatz zu unserer inneren Stimme kann unser Ratio (unser Verstand) Sachverhalte nur begrenzt beurteilen. Wenn Du jetzt sehr kopflastig gepolt bist, wirst Du Dich sofort fragen, wie ich auf diese Aussage komme. Ganz einfach, weil unsere innere Stimme, sich unter anderem durch unser Unterbewusstsein speist. Und unser Unterbewusstsein ist der mächtigste Speicher und Instrument, dass Du Dir vorstellen kannst. Kein Computer oder Gehirn dieser Welt kann bei dieser Kapazität und Komplexität mithalten - zumindest soweit unser Verständnis. Wir haben zwar keinen direkten bzw. bewussten Zugriff auf die Daten im Unterbewusstsein (sonst würde vermutlich unser Hirn zerplatzen), aber dort ist alles abgespeichert, was uns jemals erfahren ist. Jede noch so kleine Information, jede noch so kleine Erfahrung, egal ob positiv oder negativ. Daher ist unsere innere Stimme auch so ein machtvoller Berater und sollte wieder seinen Platz in unserem Leben bekommen, wie es m.M. nach viele Jahrhunderte bei uns Menschen auch der Fall war und uns am Ende ja auch zu etwas Besonderen gemacht hat und uns viele Millionen Jahre hat überleben lassen. Denn was unseren Vorfahren das Überleben gesichert hat – Jahrhunderte bevor es Ernährungsratgeber und Diätbücher und Wissenschaft gab –, haben wir uns fast abtrainiert. Heute bestimmt unsere Bildung, das Angebot und unsere Moralvorstellungen was wir essen. Immer wieder wird eine neue Ernährungsweise als die Richtige angepriesen – von Low Carb über Low Fat bis zu Veganismus. Ich sag es mal mit meinen Worten: "Ist ein Thema ausgelutscht, wird die nächste Sau durch´s Dorf getrieben* und Lobeshymnen gesungen. Dabei wird jedoch nie darauf eingegangen, wie es sich für uns anfühlt sich nach Schema A oder B zu ernähren oder X oder Y zu konsumieren.


In der holistischen Medizin spricht man neben der inneren Stimme und dem Körperfeedback außerdem noch von einem eigenen Körperbewusstsein. Spricht das unsere Körper eine gewisse Art von eigenen (Körper-) Intelligenz haben. Identifiziert diese körpereigene Intelligenz (die im Grunde alle Prozesse im Körper steuert!!!) ein Bedürfnis, lässt sie uns das über Symptome, Emotionen oder Gefühlen - gesteuert über das Nervensystem- wissen. Das Problem ist nur, dass wir in unser immer schneller werden Welt nahezu alle verlernt haben, diese Sprache richtig zu verstehen bzw. zu deuten.


Entgegen den allgemeinen Stimmen im Mainstream, sind wir Menschen höchst individuelle Wesen und jeder funktioniert ein klein wenig anders durch andere Grundvoraussetzungen (Vorerkrankungen, Ernährung, Vergangenheit, Medikamenteneinnahmen, Gewohnheiten etc.). Heißt trotz vermeintlich gleicher Umgebung und äußerlichen Rahmenbedingungen, kann die Bedürfnis oder Symptomdarstellung komplett anders sein. Und nur weil der Sachverhalt auf rein inhaltlicher Basis sagt, dass XY für Dich gut oder unbedenklich ist, muss das nicht der Tatsache entsprechen, weil Du eben komplett andere (seelisch, körperlich oder mental) Voraussetzungen hast als jemand Anderes.


Logisch, oder?


Daher kann etwas in den seltensten Fällen pauschal per se gut oder schlecht sein. Wir sollten daher wieder lernen in uns reinzuhören und zu spüren, ob „es uns gut tut“ anstatt immer nur andere zu fragen, ob XY uns gut tut. Beobachte Dich mal selbst, wie oft spürst Du in Dich rein? Wann und wo lässt Du Dir stattdessen von externen Quellen erzählen, dass etwas gut oder schlecht für Dich ist und nimmst das einfach so hin, ohne es zu hinterfragen? Sind es am Ende wirklich Deine Entscheidungen oder wurdest Du ggf. stark beeinflusst bzw. bringst Du Dinge nicht in Korrelation, weil Du sie einfach nicht in Frage stellst?


Es gibt Dinge, die so simpel sind, dass wir ihren Wert nicht erkennen: Der „Tut es mir gut“ – Ansatz!

Was mir am meisten geholfen hat, war zu verstehen, dass ich sogenannte "Experten" nicht mehr auf irgendwelche Throne setze, wenn es um die Bewertung meiner Gesundheit geht. Stattdessen habe ich mich bewusst dafür entschieden, mein eigener Berater zu werden. Es hat ein wenig gedauert, aber das eigene Körperfeedback (somatische Intelligenz) sowie das Hören der eigenen Stimme, kann man wieder lernen und somit einen der besten Berater dieser Welt in sein Leben holen.

Wenn Du Dir etwas zufügst oder neu ausprobierst, nehme Dir einen Moment und spüre hinein:

  • Wie fühlt sich Nahrungsmittel X an?

  • Erhöht es mein Energieniveau oder werde ich nach dem Essen eher müde?

  • Verbessert es meine sportliche Leistungsfähigkeit oder verschlechtert es diese?

  • Kann ich mich den Tag über gut konzentrieren oder fällt es mir eher schwer?

  • Wie ist meine Ausdauer mental als auch körperlich im Vergleich zu sonst?

  • Fühle ich mich morgens erholt oder eher todmüde?

Insbesondere bei Dingen, wo man ganz genau weiß, dass sie schädlich sind (Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten etc.) und sie trotzdem konsumiert, probiere mal bewusst zu spüren, wie sich Dein Körper nach der Einnahme fühlt. Sei brutal ehrlich und wirklich bewusst und schalte den Kopf mal für ein paar Sekunden aus.

  • Was spürst Du körperlich? Was verändert sich?

  • Fängt Dein Herz an zu pochen?

  • Fühlst Du Dich benebelt?

  • Wird Dir vielleicht sogar schwindelig?

  • Wie verhält sich dein Energieniveau?

  • Fühlt es sich belebend oder beschränkend an?

  • Wie sind Deine kognitiven Fähigkeiten? Besser oder schlechter?

  • Was ist mit Deiner Verdauung? Fühlt es sich leicht oder schwer an?

  • Wie fühlst Du Dich körperlich wohl? Aufgeschwemmt oder normal?

Das sind nur ein paar Beispiele, was man sich fragen kann. Ich denke Du hast verstanden, auf was ich hinaus möchte. Durch gezielte Fragestellungen und das bewusste Reinspüren, wird man Stück für Stück mehr für sich und seinen Körper sensibilisiert und kann irgendwann das Körperfeedback ganz automatisch abrufen und interpretieren ohne groß darüber nachzudenken, weil es das normalste der Welt ist und eigentlich auch schon immer so sein sollte.


Die enorm wirkungsvolle Fragestellung „tut mir das gut?“ kannst Du natürlich nicht nur auf zuführbare Dinge anwenden, sondern sie lässt sich auf sämtliche Bereiche des Lebens übertragen. Achte doch z.B. einmal bewusst darauf, welche sozialen Kontakte dein Leben positiv bereichern und welche Menschen dir Energie rauben…oder welche Informationen (Medien) Dir guttun und welche nicht. Du wirst vielleicht erstaunliche Ergebnisse feststellen 😊


FAZIT:

Ich möchte nicht, dass du mich kopierst oder als Vorbild nimmst. Aber ich möchte Dich dazu inspirieren, Dich mit Deinem eigenen Körperfeedback und Deiner inneren Stimme wieder zu versöhnen. Wieder mehr hinzuhören. Und das geht eben nur mit Übung. Sei daher geduldig mit Dir und gib Dir Zeit. Es funktioniert vielleicht nicht beim ersten Mal, aber glaube mir es wird jedes Mal besser und Du wirst an den Punkt kommen, wo Du keinen besseren Experten für Dich und Deine Gesundheit finden wirst.

Ich würde mir wünschen, dass du Dinge dogmenfrei austestest, Dinge hinterfragst und lediglich Dinge in Dein Leben integrierst, die sich für Dich und Deinen Körper stimmig anfühlen.

Wie ich bereits schrieb, für mich hat dieser Ansatz in vielen Dingen mein Leben von Grund auf verändert und mich so viel über mich gelehrt, dass ich dafür unendlich dankbar bin. Dieser Ansatz gibt mir Orientierung in jeglicher Entscheidungsfindung und das in nahezu allen Lebenslagen.


Von Herz zu Herz, Daniela

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